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Kontenübersicht

Die Kontenübersicht ist eine der drei Ansichten der Buchhaltung — neben Bankumsätze und Buchen, umgeschaltet direkt unter der Überschrift. Während die Bankumsätze die Bankbewegungen zeigen, betrachtet die Kontenübersicht dieselben Buchungen aus Sicht der Buchungskonten: Was ist auf jedem Konto gebucht, und wie ist der Saldo?

Kontenübersicht je Kontenart

Die Konten sind nach Kontenart in Registerkarten gegliedert. In einer WEG sind das:

Registerkarte Inhalt
Kostentragung Umlagefähige Bewirtschaftungskosten
Direktkosten Einheitenscharf zugeordnete Kosten
Rücklagen Erhaltungs- und Liquiditätsrücklage
Hausgeld Beitragskonten je Einheit
Forderungen Ansprüche der Gemeinschaft (z. B. Hausgeldrückstände)
Verbindlichkeiten Offene Verpflichtungen (z. B. Guthaben aus Vorjahren)
Sonderumlagen Geplante und laufende Sonderzahlungen

In der Mietverwaltung sind die Konten fachlich anders gegliedert:

Registerkarte Inhalt
Kostentragung Umlagefähige und nicht umlagefähige Objektkosten
Miete Tatsächlich gebuchte Mietzahlungen
Vermögenswerte Bestände und sonstige Vermögenswerte des Mietobjekts
Privatentnahmen Erfolgsneutraler Privatverkehr des Eigentümers
Kautionen Erfolgsneutrale Einzahlungen und Rückzahlungen von Mietkautionen
Überschussrechnung Einnahmen, Ausgaben und erfolgsneutrale Zahlungen als Vorbereitung der Anlage V

Jede Zeile ist ein Buchungskonto mit Soll, Haben und Saldo. Beträge sind vorzeichenrichtig: ein roter Saldo steht für eine Belastung, ein grüner für ein Guthaben.

  1. Konto öffnen

    Ein Klick auf ein Konto klappt das Kontenblatt auf. Es listet jede einzelne Buchung mit Beleg, Datum, Beschreibung sowie Soll, Haben und der laufenden Saldoentwicklung — abgeschlossen mit einer Summenzeile.

    Aufgeklapptes Kontenblatt mit Buchungen und Saldo

  2. Beleg nachverfolgen

    Ist eine Buchung mit einer Rechnung verknüpft, führt die Belegnummer direkt zur hinterlegten Rechnung. So lässt sich jeder Saldo bis zum Originalbeleg zurückverfolgen.

USt neben dem Bruttobetrag anzeigen (nur Mietverwaltung)

Abschnitt betitelt „USt neben dem Bruttobetrag anzeigen (nur Mietverwaltung)“

Ist für das Mietobjekt die Umsatzsteuer-Option (§ 9 UStG) aktiviert und gilt sie bereits für das ausgewählte Jahr, zeigt die Registerkarte Kostentragung statt Soll/Haben die Spalten:

Spalte Bedeutung
Brutto Gebuchter Bruttobetrag des Kostenkontos
USt-Satz Am Konto hinterlegte Klassifikation: 19 %, 7 % oder ohne USt
davon USt Rechnerisch im Bruttobetrag enthaltener USt-Anteil
Netto Brutto abzüglich des rechnerischen USt-Anteils

Typische Klassifikationen sind Hausreinigung 19 %, Trinkwasser 7 % und Müllgebühren ohne USt. Ein noch nicht gepflegtes Konto wird als „nicht klassifiziert“ angezeigt. Den Steuersatz pflegen Sie im Kontenplan am jeweiligen Kostenkonto.

Ohne aktive Option oder vor deren Startjahr bleibt die normale Ansicht mit Soll, Haben und Saldo erhalten. WEG-Objekte erhalten diesen MV-Ausweis nicht.

In der Registerkarte Kostentragung eines Mietobjekts wählen Sie Gesamtjahr oder ein Quartal (Q1–Q4). Die Auswahl filtert sowohl die angezeigten Kontensalden als auch den Export über PDF herunterladen.

Die PDF-Saldenliste enthält je Kostenkonto Soll, Haben und Saldo sowie eine Summenzeile, im Layout der übrigen Dokumente mit Logo, Objekt und Erstellungsdatum. Bei einer im Zeitraum wirksamen Umsatzsteuer-Option weist sie den Saldo als Brutto aus und ergänzt den Eingangs-USt-Satz, den rechnerisch enthaltenen USt-Anteil und den rechnerischen Nettobetrag. Für WEG-Objekte ändert sich die Kontenübersicht nicht; Mietobjekte ohne wirksame Option bleiben beim Soll-/Haben-/Saldo-Modell.

Die Saldenliste dient der Kontenabstimmung und kann als Anlage an Eigentümer oder Steuerberater weitergegeben werden. Sie ist weder eine Betriebskostenabrechnung für Mieter noch die steuerliche Überschussrechnung oder ein vollständiger Objekt- und Liquiditätsbericht.

Privatentnahmen und Privateinlagen buchen (nur Mietverwaltung)

Abschnitt betitelt „Privatentnahmen und Privateinlagen buchen (nur Mietverwaltung)“

Überweisungen zwischen Objektkonto und Privatkonto des Eigentümers gehören auf ein Konto der Kategorie Privatentnahmen. Das Konto führt Entnahmen und Einlagen in beide Richtungen und ist erfolgsneutral:

  • Eine Auszahlung an den Eigentümer ist keine Ausgabe des Objekts.
  • Eine Privateinlage ist keine Mieteinnahme.
  • Beide Vorgänge bleiben aus der Betriebskostenabrechnung ausgeschlossen und erscheinen in der Überschussrechnung nur als erfolgsneutrale Zahlung.

Bezahlt der Eigentümer dagegen eine echte Objektaufwendung privat, muss die Aufwendung weiterhin auf dem passenden Kostenkonto erfasst werden. Eine bloße Privatentnahme würde die Ausgabe sonst nicht abbilden.

Ein- und Auszahlungen von Mietkautionen gehören auf ein Konto der Kategorie Kaution. Optional ordnen Sie das Konto einer Einheit zu. Die Buchungen sind erfolgsneutral: Eine eingegangene Kaution ist keine Mieteinnahme, eine Rückzahlung keine Objektaufwendung.

Die Registerkarte Kautionen zeigt die Kautionsbuchungen des ausgewählten Jahres. Das tatsächliche Kautionsguthaben auf einem getrennten Kautions- oder Treuhandkonto bleibt davon als Bankvermögen getrennt.

Die Registerkarte Hausgeld zeigt die Beitragskonten der Einheiten. Hier lässt sich je Eigentümer der Soll- und Ist-Stand ablesen — ein schneller Weg, um Rückstände oder Überzahlungen zu erkennen.

Hausgeldkonten je Einheit

Überschussrechnung (Anlage V, nur Mietverwaltung)

Abschnitt betitelt „Überschussrechnung (Anlage V, nur Mietverwaltung)“

Die Registerkarte Überschussrechnung stellt für Mietobjekte die Geldflüsse nach dem Zufluss-/Abflussprinzip (§ 11 EStG) zusammen — als Vorbereitung der Anlage V zur Steuererklärung des Eigentümers. Die Übersicht nennt bewusst keine Position „Werbungskosten“: Sie zeigt, was geflossen ist, die steuerliche Einordnung bleibt Sache der Steuerkanzlei.

Block Inhalt
Einnahmen Kaltmiete Wohnungen und Häuser, Miete Gewerbe und sonstige Flächen, Miete für Garagen und Stellplätze, Umlagen (Betriebs- und Heizkosten­vorauszahlungen), Nachzahlungen aus Betriebskosten­abrechnungen früherer Jahre sowie Erstattungen und Rückbuchungen an Mieter
Nachrichtlich: enthaltene Umsatzsteuer Nur bei aktiver Umsatzsteuer-Option: die in den Mieten optierter Mietverhältnisse enthaltene Umsatzsteuer, bereits Teil der Mietzeilen
Umlagefähige Ausgaben (Betriebskosten) Bezahlte Betriebskosten, die über die Abrechnung umgelegt werden, einschließlich Vorratskäufen auf Vermögenswert-Konten mit Verbrauchskonto (z. B. Heizöl)
Nicht umlagefähige Ausgaben Verwaltung, Instandhaltung, Vermieteranteile, Darlehenszinsen
Ergebnis Einnahmen minus beide Ausgabenblöcke: Einnahmenüberschuss (grün) oder Ausgabenüberschuss (rot), jeweils vor AfA; nachrichtlich die Nettoveränderung der Bankkonten im Zeitraum
Erfolgsneutrale Zahlungen Zahlungen, die weder Einnahme noch laufende Ausgabe sind: Darlehenstilgung auf Verbindlichkeits­konten, Privatentnahmen und -einlagen, Kautionen, Anschaffungen und Vermögenswerte ohne Verbrauchskonto, sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten

Miete aufteilen. Das Mietkonto führt die Gesamtmiete. Für die Übersicht wird jeder Zahlungseingang vereinfachend nach § 366 Abs. 2 BGB aufgeteilt: Zuerst gelten die im Zeitraum vereinbarten Betriebs- und Heizkosten­vorauszahlungen aus Mieten & Vorauszahlungen als gezahlt, der Rest ist Kaltmiete. Zahlt ein Mieter zu wenig, fehlt der Betrag also bei der Kaltmiete; die Summe der Einnahmen ändert sich dadurch nicht. Ohne gepflegte Vorauszahlungen zählt der gesamte Eingang als Kaltmiete. Gewerbe sowie Garagen und Stellplätze werden über den Einheitentyp erkannt. Auszahlungen an Mieter auf dem Mietkonto — etwa ein Guthaben aus der Betriebskosten­abrechnung des Vorjahres — erscheinen als Erstattung, Zahlungen auf die automatisch angelegten Abrechnungs­konten als Nachzahlung.

Ohne Bankbuchung erfasste Kosten. Kostenpositionen aus dem Bereich Kosten sind im Gesamtjahr enthalten und mit „ohne Bankbuchung“ gekennzeichnet; sie ersetzen für ihr Konto den gebuchten Betrag, so wie in der Betriebskostenabrechnung. Da sie kein Datum tragen, fehlen sie in Quartals­auswertungen, die Übersicht weist dann darauf hin.

Vollständigkeit prüfen. Sind Bankumsätze des Zeitraums noch keinem Konto zugeordnet, nennt die Übersicht ihre Anzahl und warnt, auch im PDF. Buchen Sie sie in den Transaktionen, bevor Sie die Auswertung weitergeben. Die nachrichtliche Nettoveränderung der Bankkonten dient dem Steuerberater als erste Plausibilitätsprüfung.

Die Absetzung für Abnutzung (AfA) kennt abrechnung360 nicht — sie ergänzt der Steuerberater, ebenso die Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten und die Zuordnung regelmäßig wiederkehrender Zahlungen um den Jahreswechsel (§ 11 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Auswertung ersetzt keine steuerliche Beratung.

Über dem Bericht wählen Sie den Auswertungszeitraum: Gesamtjahr oder ein einzelnes Quartal (Q1–Q4) — etwa um dem Steuerberater die Zahlen quartalsweise zu übergeben. Die Schaltfläche PDF herunterladen exportiert genau den angezeigten Zeitraum im Layout der übrigen Dokumente mit Logo, Objekt und Vermieter im Kopf und allen Blöcken.

Auch der Abrechnungs-Assistent liefert die Überschussrechnung — auf Wunsch für einen Teilzeitraum („Überschussrechnung Q2 2026“) und als PDF-Download-Link.

Die Zeilennummern des Vordrucks ändern sich jährlich; die Zuordnung ist eine Orientierungshilfe, keine steuerliche Beratung.

Block der Übersicht Anlage V (Struktur)
Kaltmiete Wohnungen und Häuser Mieteinnahmen Wohnungen ohne Umlagen
Miete Gewerbe und sonstige Flächen Mieteinnahmen andere Räume
Miete Garagen und Stellplätze Garagen und Stellplätze
Umlagen Umgelegte Neben- und Betriebskosten
Nachzahlungen und Erstattungen aus Abrechnungen Erhaltene Nachzahlungen bzw. geleistete Erstattungen
Nachrichtlich: enthaltene Umsatzsteuer Vereinnahmte Umsatzsteuer
Umlagefähige Ausgaben Umgelegte Kosten
Nicht umlagefähige Ausgaben Schuldzinsen, Erhaltungsaufwand, nicht umgelegte Kosten — Einordnung nach Kontoname durch den Steuerberater
Erfolgsneutrale Zahlungen Tilgung nicht abziehbar; Anschaffungen ggf. über AfA oder Sofortabzug; Kautionen und Privatverkehr ohne Bezug

Damit die Zuordnung leichtfällt, lohnen sprechende Kontonamen: „Darlehenszinsen“, „Instandhaltung“, „Verwaltung“, „Kontoführung“.