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Betriebskostenabrechnung erstellen

Die Betriebskosten­abrechnung (auch Nebenkosten­abrechnung) wertet umlagefähige Kosten gegen die geleisteten Vorauszahlungen je Mietverhältnis aus.

  • Umlagefähige Kosten
  • Vorauszahlungen
  • Qualitätsprüfung
  • Generieren
  • PDF je Mietverhältnis

Nebenkostenabrechnung

  • Einheiten + Wohnflächen sind gepflegt — die meisten Verteiler basieren darauf. Siehe Einheiten & Mieter.
  • Mietverhältnisse sind im Abrechnungs­zeitraum vollständig — auch Leerstand- oder Eigennutzung-Zeiten sind ohne Lücken markiert. Abgerechnet werden nur Mietverhältnisse, die an der Abrechnung teilnehmen — Stellplätze und Garagen mit Pauschalmiete sind standardmäßig ausgenommen (Kontrollkästchen am Mietverhältnis).
  • Vorauszahlungen sind pro Mietverhältnis und Monat gepflegt. Siehe Vorauszahlungen.
  • Betriebskosten sind im Abrechnungs­jahr erfasst und als umlagefähig gekennzeichnet — entweder über Bankbuchungen bei Treuhand-/Objektkonto oder direkt in der Registerkarte Kosten.
  • Abgrenzungen sind gesetzt, wo Kosten jahresübergreifend gehören. Siehe Abgrenzung.
  • § 35a-Anteile sind gepflegt, falls die Mieter sie steuerlich geltend machen sollen — bei Bankbuchungen an der Buchungsposition, bei direkter Erfassung an der Kostenposition. Siehe Haushaltsnahe Dienstleistungen.
  1. Mieterabrechnungen öffnen

    Mietobjekt öffnen und Registerkarte Mieterabrechnungen wählen.

    Nebenkostenabrechnung

  2. Jahr auswählen

  3. Qualitätsprüfung beachten

    Warnungen pro Mietverhältnis vor der Generierung beheben — die Tabelle am Ende dieser Seite listet die häufigsten Ursachen.

  4. Jetzt generieren

    Die Abrechnungen entstehen im Hintergrund.

  5. Downloads prüfen

    Dokumente einzeln aus dem Auswahlmenü oder gesammelt als ZIP herunterladen.

Spalte Bedeutung
Einheit Einheitennummer
Beschreibung Lage
Typ Wohnung, Gewerbe, …
Mieter Aktueller Mieter; bei mehreren Mietern alle Namen
Qualitätsprüfung Warnungen oder OK
Saldo Ergebnis der Abrechnung: positiv = Nachzahlung, negativ = Guthaben
Download Auswahlmenü mit allen erzeugten PDFs für dieses Mietverhältnis

Das PDF enthält Anschreiben, Kostenaufstellung nach § 2 BetrKV, Verteilung auf die Einheit, Vergleich mit den Vorauszahlungen und Zahlungs­anweisung. Bei mehreren Mietern auf einem Vertrag erscheinen alle Namen und eine gemeinsame Anrede.

Warnung Ursache Lösung
Mieter fehlt Kein Mietverhältnis im Zeitraum Mietverhältnis pflegen
Wohnfläche fehlt m²-Wert leer Einheit ergänzen
Keine Vorauszahlung Vorauszahlung nicht gepflegt Vorauszahlung erfassen
Kosten nicht umlagefähig Konto ist nicht als umlagefähig markiert Im Kontenplan Häkchen setzen
Direkte Kosten fehlen Kein Treuhandkonto angebunden und Kosten nicht in der Registerkarte Kosten erfasst Kostenposition anlegen und Betrag/§ 35a prüfen
Abgrenzung fehlt Rechnung gehört in anderes Jahr Abgrenzung setzen
Ausgenommen trotz Vorauszahlungen Mietverhältnis mit Vorauszahlungen nimmt nicht an der Abrechnung teil (z. B. Stellplatz) Kontrollkästchen am Mietverhältnis prüfen — ist eine Abrechnung vereinbart?
Nicht-Wohneinheit in m²-Umlage Stellplatz/Garage hat eine Fläche erfasst und würde an flächenbasierten Schlüsseln teilnehmen m²-Wert der Einheit entfernen, sofern keine Umlage gewollt ist
Wert Was es bedeutet
Positiv Nachzahlung des Mieters — der Mieter überweist den Betrag
Negativ Guthaben des Mieters — Verrechnung mit nächster Miete oder Rückerstattung
0 Vorauszahlungen exakt = Kosten — ausgeglichen

Umsatzsteuer-Option für Gewerbemieter (§ 9 Abs. 2 UStG)

Abschnitt betitelt „Umsatzsteuer-Option für Gewerbemieter (§ 9 Abs. 2 UStG)“

Vermietet der Eigentümer an vorsteuerabzugsberechtigte Gewerbemieter und hat er zur Umsatzsteuer optiert, erstellt abrechnung360 die Betriebskostenabrechnung als Netto-Rechnung: Alle Nebenkosten werden netto umgelegt und einheitlich mit 19 % Umsatzsteuer belegt — auch Positionen wie Grundsteuer oder Versicherung, denn die Nebenkosten teilen als Nebenleistung das steuerliche Schicksal der Vermietung (BGH, Urteil vom 15.01.2025 — XII ZR 29/24). Die Abrechnung enthält dann einen Block „Angaben zur Umsatzsteuer (Rechnung gem. § 14 UStG)“ mit Rechnungsnummer, mit dem der Mieter die Vorsteuer ziehen kann. Grundlagen: Umsatzsteuer verstehen.

  1. Option aktivieren — In den Objekt-Einstellungen die Karte Umsatzsteuer-Option (§ 9 UStG) einschalten, Steuernummer bzw. USt-IdNr. des Vermieters und das Startjahr eintragen.

  2. Kostenkonten klassifizieren — Jedes umlagefähige Kostenkonto braucht den enthaltenen Steuersatz (19 %, 7 % z. B. Wasser, ohne USt z. B. Grundsteuer/Versicherung), damit die Nettobeträge korrekt herausgerechnet werden.

  3. Mietverhältnis markieren — Am Mietverhältnis des Gewerbemieters das Häkchen Umsatzsteuer-Ausweis (§ 9 Abs. 2 UStG) setzen. Es erscheint nur bei vermieteten, gewerblich genutzten Einheiten — für Wohnraum ist die Option gesetzlich ausgeschlossen.

Mietverhältnisse ohne Häkchen erhalten weiterhin die normale Brutto-Abrechnung. Der Steuerausweis auf die Grundmiete erfolgt nicht über die Betriebskostenabrechnung, sondern über den Mietvertrag bzw. eine Dauermietrechnung — die Abrechnung weist darauf hin.

Nach der Generierung verschickt die Schaltfläche Versenden alle Betriebskostenabrechnungen des Objekts in einem Durchgang — per E-Mail (kostenfrei, an Mieter-Kontakte mit hinterlegter E-Mail-Adresse), als Brief über den angebundenen Briefdienst oder beides. Der Dialog zeigt vorab eine Kostenvorschau (Porto, Druck und Servicegebühr pro Brief); nach dem Versand erscheint je Abrechnung Versendet am in der Übersicht. Details zum Ablauf: Abrechnungen versenden — der Versand funktioniert für Betriebskostenabrechnungen identisch.