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Kontenplan

Der Kontenplan bildet das betriebswirtschaftliche Gerüst der Buchhaltung. Er ist die Basis für den Wirtschaftsplan, die Hausgeld-Sollstellung, die Verbuchung von Bankumsätzen sowie die finale Jahresabrechnung. Jede Buchung wird einem Sachkonto zugeordnet, wobei der hinterlegte Verteilerschlüssel die automatisierte Umlage steuert.

Abrechnung360 stellt für jedes Objekt einen vorkonfigurierten Standard-Kontenplan gemäß der VDIV-Musterabrechnung bereit. Dieser kann individuell angepasst und erweitert werden.

Kontenplan in den WEG-Einstellungen

Bereich Inhalt und Zweck Beispiel
Bankkonten Girokonten, Tagesgeld, Rücklagenkonten Sparkasse München (Tagesgeld)
Kostentragung Umlagefähige und nicht-umlagefähige Kosten Hausstrom, Verwaltervergütung
Direktkosten Sondereigentumsbezogene Kosten (Einheitenbezug) Heizkosten Einheit 3
Rücklagen Konten für die Erhaltungsrücklage und zweckgebundene weitere Rücklagen Erhaltungsrücklage
Hausgeld Systemseitig verwaltete Hausgeldkonten pro Einheit Hausgeld Einheit 7
Forderungen Offene Forderungen gegenüber Dritten oder Eigentümern Nachzahlungsansprüche
Verbindlichkeiten Verpflichtungen der Gemeinschaft Rückzahlungsverpflichtungen
Sonderumlagen Geplante Sonderumlagen für investive Maßnahmen Sonderumlage Fassadensanierung

Eine Erläuterung der Kontenarten finden Sie in der Referenz: Kontenarten.

Feld Bedeutung Pflichtfeld?
Kategorie Kontenart (Kosten, Rücklage, Bank etc.) Ja
Name Eindeutige Bezeichnung des Kontos Ja
Beschreibung Optionale Erläuterung (unterstützt die KI-Buchungshilfe) Empfohlen
Verteilerschlüssel Definierte Umlageregel für dieses Konto Ja (bei Kosten/Rücklagen)
Umlagefähig Kennzeichnung für Betriebskosten (nur bei MV-Objekten) Ja (bei MV)
Startsaldo Anfangsbestand zum 01.01. des Wirtschaftsjahres (Vortrag aus dem Endbestand des Vorjahres) Ja (Rücklagen); bei Bankkonten nicht eingebbar
Endsaldo Saldo zum Stichtag (systemseitig ermittelt) Nein
Einheit Zuordnung bei direkt einheitenbezogenen Kosten Ja (bei Direktkosten)
Betrag / Fälligkeit Vorgabewerte für Sonderumlagen und Forderungen Ja
  • Verteilerschlüssel wählen Sie zuerst — siehe Verteilerschlüssel. Im Konto verknüpfen Sie ihn dann.
  • Bankkonten legen Sie nicht selbst an und Sie tragen bei ihnen auch keine Salden ein: IBAN, Anfangs- und Endbestand kommen aus der EBICS-Verbindung oder aus dem hochgeladenen Kontoauszug. Änderbar sind nur Name und Beschreibung. Fehlt ein Anfangsbestand oder ist er falsch, laden Sie den Auszug für den fehlenden Zeitraum hoch — beachten Sie, dass die Bank per EBICS nur rund 90 Tage rückwirkend liefert.
  • Rücklagen werden bei der Jahresabrechnung automatisch ins Folgejahr übertragen — Sie müssen nichts manuell rollieren.
  • Sonderumlagen mit Betrag und Fälligkeit lösen automatisch geplante Hausgeld-Buchungen pro Einheit aus. Siehe Wirtschaftsplan.

→ Wirtschaftsplan — auf Basis Ihres Kontenplans pflegen Sie die Jahres-Planwerte.